Denkmalschutzsonderprogramm: KZ-Gedenkstätte Ahrensbök erhält 245.000€ und Marienkirche 150.000€ vom Bund!

Veröffentlicht am 19.05.2021 in Pressemitteilungen

19.05.2021

Zusammenkunft anlässlich des 20. „Geburtstag“ der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök, wo leider - Corona-bedingt - nur im kleinsten Kreis dieses Jubiläum zum 76. Jahrestag der Befreiung von der Nazi-Diktatur und dem Kriegsende würdig begangen werden konnte (Foto: Büro Hagedorn)

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 19. Mai 2021 eine neue Tranche des seit 2008 erfolgreichen Denkmalschutzsonderprogramms  X beschlossen, das erstmals mit insgesamt 70 Mio. Euro für bundesweit 319 Projekte ausgestattet ist und dennoch – mit 622 Projektanträgen mit einem Volumen von rund 158 Mio. Euro – um das Doppelte „überzeichnet“ war. Umso größer ist der Erfolg für Ostholstein zu bewerten, wo vier Projekte von insgesamt 455.000 Euro bewilligt wurden  - großer Gewinner ist dabei die Gemeinde Ahrensbök, die allein für zwei Projekte den Zuschlag erhielt: die Sanierung der KZ-Gedenkstätte wird mit 245.000 Euro und Instandsetzung des Kirchturms der Marienkirche mit 150.000 Euro vom Bund gefördert. Die Segelwindmühle auf Fehmarn/Lemkenhafen erhält als Museum für einen neuen Anstrich 20.000 Euro und die Sauer-Orgel in der Basilika Altenkrempe 40.000 Euro. Bettina Hagedorn, die seit 2002 Mitglied im Haushaltsausschuss war und dort seit März 2018 als parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium die Regierung vertritt, freut sich mit allen ehrenamtlichen Antragstellern, aber besonders über die Förderung der KZ-Gedenkstätte, mit der sie seit über 15 Jahren eng verbunden ist:

„Ich freue mich riesig mit allen Ehrenamtlichen und dem Vorstand des Fördervereins sowie seiner Vorsitzenden Ingaburgh Klatt über diesen Bundeszuschuss von 245.000 Euro, der den Fortbestand der KZ-Gedenkstätte nachhaltig sichern wird. Die geplanten Umbaumaßnahmen für insgesamt knapp 500.000 Euro sollen vor allem die extremen Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk beheben, eine behutsame Dämmung zur Senkung der Heizkosten einbauen, eine ökologisch vernünftige Heizung installieren und endlich einen barrierefreien Zugang für alle Besucher mit Handycap in das Erdgeschoss herstellen. Bereits 2008 – als das Denkmalschutz-Sonderprogramm vom Haushaltsausschuss des Bundestages erstmalig beschlossen wurde – erreichte ich für die damals dringend notwendige 1. Sanierung der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök eine 50-prozentige Bundesförderung von 85.000 Euro, um das damals gefährdete historische Gebäude überhaupt zu retten. Doch nun ist der 2. Bauabschnitt dringend erforderlich und ohne eine erneute 50-prozentige Förderung durch den Bund ganz sicher nicht für den ehrenamtlich engagierten Vorstand des Fördervereins zu ‚wuppen‘. Darum bin ich froh und dankbar, dass der Vorstand des Vereins mit der Vorsitzenden Ingaburgh Klatt den Mut bewiesen hat, erneut einen Förderantrag für das Denkmalschutzprogramm nach Berlin zu schicken – für dessen Erfolg ich mich mit viel Herzblut eingesetzt habe. Besonderer Dank gilt dem Architekten i.R. Torsten Ewers, der den Verein ehrenamtlich bei diesem Antrag mit seinem Know-How unterstützt hat! Ich begleite und unterstütze den Verein seit seinen Anfängen in den 90er Jahren, bin seit langer Zeit Mitglied im Förderverein und schätze die dort geleistete inhaltliche Arbeit als ´Herzensprojekt´ - insbesondere die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern und mit Freiwilligen aus aller Herren Länder im Rahmen von Sommer-Camps der ‚Aktion Sühnezeichen‘. Die einzigartige Gedenkstätte in Ahrensbök, in deren Gebäude nicht nur 1933 ein frühes KZ als Arbeits- und Straflager untergebracht war, sondern das gleichzeitig eine Station des Todesmarsches der KZ-Häftlinge in den letzten Kriegstagen 1945 durch den Kreis Ostholstein war, der in Neustadt mit der Cap-Arcona-Katastrophe am 3. Mai 1945 sein tragisches Ende fand, ist nach meiner festen Überzeugung historisch einer der wichtigsten Orte in Schleswig-Holstein, an dem authentisch an das schlimmste Kapitel der deutschen Geschichte - den Holocaust – erinnert werden kann. In den 90er Jahren wurde die ehemalige ´Flachröste´ Dank des ehrenamtlichen Engagements der ´Gruppe 33´ ein Ort des lebendigen Gedenkens, an den der Verein auch immer wieder mit viel Idealismus und außergewöhnlichem Engagement letzte Überlebende und deren Angehörige als Zeitzeugen und für Vorträge holte. Insofern hoffe ich auch gerade zum 20. Jubiläum der Gedenkstätte am 1. September 2021 auf die finanzielle Unterstützung der Gemeinde, des Kreises Ostholstein und des Landes Schleswig-Holstein in Anerkennung dieses herausragenden Engagements.“ 

Bereits am 29. März 2021 besuchte Bettina Hagedorn mit ihrer Landtagskollegin Sandra Redmann auf Initiative der Vorsitzenden des Fördervereines Ingaburgh Klatt, die KZ-Gedenkstätte Ahrensbök wo der ehrenamtlich für den Verein engagierte Architekt Torsten Ewers die Bauschäden und erforderlichen Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von ca. 490.000 Euro ausführlich im Beisein von u.a. Bürgermeister Andreas Zimmermann, erläuterte und nachvollziehbar machte. Am 8. Mai feierte Bettina Hagedorn im kleinsten Kreis – Corona-bedingt - mit allen Aktiven in der KZ-Gedenkstätte das 20. Jubiläum, das offiziell am 1. September hoffentlich in größerem Rahmen nachgeholt werden kann.  
Aber auch wenige Kilometer entfernt ist der Jubel in Ahrensbök ebenso groß: die Kirchengemeinde der Marienkirche in Ahrensbök kann sich ebenfalls über einen Förderbescheid aus Berlin freuen. 

Hagedorn: „Mit den 150.000 Euro aus Berlin kann nun endlich die Sanierung des Kirchturms für insgesamt 307.00 Euro Gesamtinvestitionskosten in Angriff genommen werden – darüber freue ich mich sehr mit der Pastorin Kirstin Mewes-Goeze und Kirchenvorsteher Volker Schmechel und natürlich mit allen Gemeindemitgliedern! Vor allem die Wetterseite des Turms ist durch Feuchtigkeit und Frost mächtig in Mitleidenschaft gezogen worden. Viele Ziegel müssen ausgetauscht werden und der ursprünglich bei früheren Ausbesserungsarbeiten verwendete Zementmörtel, der sich leider als nicht geeignet herausgestellt hat, muss durch Mörtel aus gebrannten Kalk ersetzt werden. Auf diese Weise kann der wunderschöne Turm noch viele Jahre in neuem Glanz erstrahlen!“

Außerdem konnten in Ostholstein sowohl die Segelwindmühle auf Fehmarn (OT Lemkenhafen) mit 20.000 Euro für einen neuen Fassadenanstrich als auch die Sauer-Orgel in der Basilika in Altenkrempe mit 40.000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm X des Bundes profitieren.

Hagedorn: „Bei der Segelwindmühle ´Jachen Flünk´ in Lemkenhafen/Fehmarn handelt es sich um die älteste, komplett erhaltene – noch mit Windsegeln funktionstüchtige – Windmühle Schleswig-Holsteins, die zudem bereits seit 60 Jahren als Museum genutzt wird und dabei jedoch zunehmend mit Verwitterungsproblemen zu kämpfen hat. Mit der Unterstützung aus Berlin kann ein kompletter Neuanstrich der Außenfassade für 40.000 Euro mit der 50-prozentigen Förderung in Höhe von 20.000 Euro gemeistert werden. Das ist eine sehr schöne Anerkennung der Arbeit des ´Vereins zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer´ um den Museumsleiter Klaus R. Klahn und die vielen Ehrenamtlichen der Insel Fehmarn! Aber auch Altenkrempe hat Grund zur Freude: die Sauer-Orgel in der Basilika in Altenkrempe kann mit 40.000 Euro Bundeszuschuss von den Verschmutzungen der Orgel und dem Schimmelpilzverfall im Inneren der Orgel endlich befreit werden und im neuen Glanz erstrahlen! Damit wird dem großen Engagement von Pastor Friedemann Holmer und Kirchenmusiker Raphaël Arnault, die sich stark für den Erhalt der Orgel eingesetzt haben, erfreulicherweise Rechnung getragen. Ich wünsche beiden Projekten bei der Umsetzung vom Herzen alles Gute!“
 

 

Homepage Bettina Hagedorn

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