Luise Zietz

Luise Zietz – Die Gründerin des Neustädter SPD-Ortsvereins

 

Im Jahre 1913 plante die SPD eine Jubiläumsveranstaltung. In einer Mitgliederversammlung wurde angeregt, zum 10-jährigen Stiftungsfest des Ortsvereins – wenn es möglich wäre – die Genossin Zietz, die Gründerin des Vereins, als Rednerin kommen zu lassen.

Luise Zietz – Die Gründerin des Neustädter SPD-Ortsvereins
Luise Zietz (1865-1922)

Luise Zietz, eine begabte Rednerin – „der weibliche Bebel“ wurde sie genannt – und mutige Vorkämpferin für die Rechte der Frauen, kam noch einmal nach Neustadt. Am 10. Oktober 1908 fand hier eine Volksversammlung statt, die von 200 Personen besucht wurde. Die Volkszeitung schrieb damals: „Rednerin verstand es ausgezeichnet, den Anwesenden in großen Zügen auseinanderzusetzen, wie sehr den Arbeitern und insbesondere den Arbeiterinnen, im heutigen Klassenstaat ihre Rechte beschnitten sind. Bei sämtlichen Wahlen: Reichstags-. Landtags- und Kommunalwahlen habe der Geldsack die Oberhand. Nur durch Selbsthilfe können die Arbeiter ihre wirtschaftliche und politische Lage verbessern.“

 


SPD Veranstaltungshinweis 1908

Im Jahre 1913 kam sie nicht, aber im Jahre 1903. Am 13. Januar 1903 schreibt das Neustädter Wochenblatt: „Die Sozialdemokraten scheinen unsern (9.) Reichstagswahlkreis bei der nächsten Reichstagswahl wieder erobern zu wollen. Sie haben die Agitation in einem Umfange und mit einem Eifer bereits begonnen, der auf ernste Absichten schließen lässt. Gestern war im hiesigen „Colosseum“ wieder eine Volksversammlung, in welcher diesmal eine Dame als Rednerin auftrat, und zwar mit vielem Geschick und wohl auch nicht ohne Erfolg. Außer Besprechungen über die Reichstagswahl galt es der Gründung eines Arbeitervereins in Neustadt usw. Die Rednerin ist ja nicht unbekannt, es war Frau Zietz Hamburg. Anwesend waren ca. 350 Personen beiderlei Geschlechts.“ Nach dieser Vorbereitung wurde am 25. Januar 1903 in Neustadt ein Sozialdemokratischer Ortsverein gegründet.

 

Luise Zietz wurde 1908 als erste Frau in den Parteivorstand der SPD gewählt. Die Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht zog 1920 für die USPD in den Reichstag ein. Sie starb im Jahre 1922 und wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichfelde (Sozialistenfriedhof) begraben. In ihrem Geburtsort Bargteheide wurde kürzlich ein Weg nach ihr benannt.

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