Präsentation der Wohlfahrtsmarke für die Jugend am Bodensee: dieses Jahr mit historischen Traktoren als Motiv

Veröffentlicht am 16.07.2021 in Aktuelles

Mit Frau Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Fotoquelle: Büro Hagedorn)

Am 13. Juli stellte ich in meiner Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen gemeinsam mit meiner Kollegin im Bundesfamilienministerium Caren Marks die diesjährige Briefmarke „Für die Jugend“ im historischen Auto- und Traktormuseum in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee vor – passend zum Thema der Briefmarken „Historische Nutzfahrzeuge“.

Bettina Hagedorn: „In diesem Jahr wurden historische Traktoren aus den Baujahren 1906, 1923 und 1958 für die dreiteilige Serie der diesjährigen Jugendmarken ausgewählt, die das Herz all derer höherschlagen lassen, die diese Oldtimer aus der Land- und Forstwirtschaft lieben. ‚De olen Treckers‘ mit ihrer riesigen Fan-Gemeinde gibt es ja auch in meiner Heimat überall und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Briefmarken-Motive gerade im ländlichen Raum für viel Begeisterung sorgen werden. Das Auto- und Traktorenmuseum in Uhldingen am Bodensee war als Präsentationsort für diese Sondermarken von der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. wahrlich gut gewählt – mich hat dieses Museum ehrlich begeistert! Ob nun der 1906 gebaute Bergmann noch mit Holzrädern, der 1923 gebaute Knicklenker mit Metallrädern von der Heinrich Lanz AG oder der Gummi-bereifte Porsche-Diesel-Traktor, den viele von uns Älteren noch von der Arbeit auf den Feldern kennen – die Grafikerin Nadine Nill hat alle drei Modelle hervorragend und detailgetreu auf den Sonderbriefmarken verewigt. Der Verkauf der jährlichen Jugendbriefmarken – gut zu erkennen an einem kleinen ´Pluszeichen´ - unterstützt aktiv bundesweit wichtige Projekte zur Kinder- und Jugendförderung, da ein Teil des Verkaufswertes vollständig an die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. weitergereicht wird.“ 

 

Mit der Graphikerin der Briefmarke Frau Nadine Nill (Agentur tchin tchin) aus Mössingen (Fotoquelle: Alexander Radulescu)

 

Die ersten Jugendbriefmarken wurden bereits im Jahr 1952 in Deutschland veröffentlicht. Der Verkaufspreis dieser Briefmarken setzt sich aus dem Portowert für die Briefbeförderung und einem Zuschlag zusammen, der vollständig an die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. weitergereicht wird. Die drei unterschiedlichen Motive haben verschiedene Werte: Das Porsche Diesel 1958 Masterfahrzeug hat den Wert von 80 + 40 Cent, das Bergmann Gaggenau 1906 Fahrzeug ziert die Marke von 95 + 45 Cent und das Lanz HP Knicklenker Fahrzeug die Marke von 155 + 55 Cent. Die Serie wurde von der Künstlerin Nadine Nill aus Mössingen grafisch gestaltet und ist ab dem 05. August 2021 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

 

Vor dem historischen Auto- und Traktormuseum in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee (Quelle: Büro Hagedorn)

Zum Hintergrund:
1957 bis 1963 stellte die Porsche-Diesel Motorenbau GmbH in Manzell am Bodensee rund 120.000 Traktoren mit Dieselmotoren her. Die kurze, aber sehr erfolgreiche Produktion basierte auf Modellen der Allgaier Werke GmbH, Uhingen. Als Allgaier 1956 die Traktorenproduktion einstellte, übernahm die Mannesmann AG nahtlos die Fertigung und vermarktete die Traktoren als „Porsche Diesel“ mit dem Zusatz „Junior“, „Standard“, „Super“ und „Master“ mit Motoren von einem bis vier Zylindern. Der Porsche Diesel „Master“, der von 1958 bis 1963 gebaut wurde, hatte einen 4-Zylinder-Wirbelkammer-Diesel-Motor, der über eine Nennleistung von 50 PS verfügte.


Der 1906 gebaute Bergmann wurde 1988 in einer Scheune in Bayern entdeckt. Eine Flachriemenscheibe zum Antrieb eines Mähwerks und ein Zugmaul wiesen den Scheunenfund als Traktor aus. Der Rahmen und der große 4-Zylinder-Motor der Firma Benz mit 6,8 Liter Hubraum stammen aus der Pkw-Fertigung der Bergmann-Industriewerke Gaggenau. Er verfügt über eine Leistung von 30 PS, die ein Getriebe mit drei Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang über zwei Rollenketten auf die Hinterachse überträgt. Damit nahm Bergmann die Entwicklung von Kleintraktoren vorweg und war seiner Zeit weit voraus.


1923 stellte die Heinrich Lanz AG in Mannheim den Lanz HP Knicklenker vor. Ein mittiges Gelenk verbindet den vorderen mit dem hinteren Fahrzeugteil, so dass beim Lenken beide Einheiten zueinander abknicken. Sowohl der Allradantrieb als auch das Lenkprinzip waren damals revolutionär und kommen bis heute beim Bau von Großtraktoren und Baumaschinen zur Anwendung. Sein Glühkopf-Motor mit einem Zylinder und 6,2 Litern Hubraum leistet 12 PS bei nur 420 U/min, ein Schaltgetriebe ist nicht vorhanden. Zum Rückwärtsfahren muss die Laufrichtung des Motors durch Pendeln des Schwungrads geändert werden. Gestaltung des Postwertzeichens: Team Rogger, Biberach
 

Vor dem historischen Auto- und Traktormuseum in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee (Quelle: Büro Hagedorn)

 

Homepage Bettina Hagedorn

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