Bettina Hagedorn unterstützt erneute Sanierung der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök

Veröffentlicht am 31.03.2021 in Aktuelles

31.03.2021

 
Gemeinsam mit (v.l.) der SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann, SPD-Kommunalpolitikerin Gudrun Ott und Architekt Torsten Ewers vor dem Gebäude der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök.

 

Auf Einladung der Vorsitzenden des Fördervereines der KZ-Gedenkstätte in Ahrensbök, Ingaburgh Klatt, besuchte Bettina Hagedorn, Bundestagsabgeordnete für Ostholstein und Nordstormarn, gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann am 29. März 2021 die KZ-Gedenkstätte Ahrensbök, bei der sich im Laufe der Jahre schwerwiegende bauliche Mängel aufgrund von Feuchtigkeit und Alter des Gebäudes zu einem Investitionsstau aufsummiert haben. Der ehrenamtlich für den Verein engagierte Architekt Torsten Ewers, der den Antrag für ein Investitionsvolumen von 490.000 Euro mit der Bitte um eine 50-prozentige finanzielle Unterstützung aus dem Denkmalschutzsonderprogramms in Berlin gestellt hat, demonstrierte und erläuterte den Anwesenden den dringend erforderlichen Sanierungsaufwand – darunter neben mehreren Vorstandsmitgliedern auch Bürgermeister Andreas Zimmermann, dem Ahrensböker Bürgervorsteher und der SPD-Kommunalpolitikerin Gudrun Ott.

Für mich schließt sich mit diesem mutigen Sanierungsvorhaben ein Kreis: Ich kenne und unterstütze den Verein seit seinen Anfängen in den 90er Jahren, bin seit langer Zeit Mitglied im Förderverein der KZ-Gedenkstätte und schätze die dort geleistete inhaltliche Arbeit sehr – gerade auch die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern und mit Freiwilligen aus aller Herren Länder im Rahmen von Sommer-Camps. Bereits 2008 – als das Denkmalschutz-Sonderprogramm vom Haushaltsausschuss des Bundestages erstmalig beschlossen wurde – erreichte ich für die damals dringend notwendige Sanierung der KZ-Gedenkstätte Ahrensbök als 1. Bauabschnitt eine 50-prozentige Bundesförderung von 85.000 Euro.

Der Gedenkstätte seit Jahren eng verbunden: Hier zu Besuch beim Sommercamp 2011, das die Gedenkstätte gemeinsam mit dem Verein Aktion Sühnezeichen Friedensdienst für Jugendliche aus der ganzen Welt organisiert
 

Doch nun ist der 2. Bauabschnitt dringend erforderlich und ohne eine erneute 50-prozentige Förderung durch den Bund ganz sicher nicht für den ehrenamtlich engagierten Vorstand des Fördervereins zu bewältigen. Darum bin ich froh und dankbar, dass der Vorstand des Vereins mit der Vorsitzenden Ingaburgh Klatt den Mut gezeigt hat, erneut einen Förderantrag für das Denkmalschutzprogramm des Bundes nach Berlin zu schicken, und danke ausdrücklich dem Architekten Torsten Ewers, der den Verein ehrenamtlich bei diesem Antrag mit seinem Know-How unterstützt hat. Seine Darstellung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen zum Substanzerhalt des historischen Gebäudes mit den immensen Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk, einer behutsamen Dämmung der Außenwände, der Herstellung eines barrierefreien Zuganges und der Installation einer ökologisch vernünftigen Heizung ließ keine Fragen offen und machte das hohe Investitionsvolumen von insgesamt fast 500.000 Euro nachvollziehbar. In Berlin setze ich mich selbstverständlich erneut für eine 50-prozentige Förderung durch den Bund ein, über die der Haushaltsausschuss im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms 2021 noch im Frühsommer entscheiden wird, denn der Erhalt dieser Gedenkstätte ist für mich ein Herzensprojekt! Diese einzigartige Gedenkstätte in Ahrensbök, in deren Gebäude nicht nur 1933 ein frühes KZ als Arbeits- und Straflager untergebracht war, sondern das gleichzeitig eine Station des Todesmarsches der KZ-Häftlinge in den letzten Kriegstagen 1945 durch den Kreis Ostholstein war, der in Neustadt mit der Cap-Arcona-Katastrophe am 3. Mai 1945 sein tragisches Ende fand, ist nach meiner festen Überzeugung historisch einer der wichtigsten Orte in Schleswig-Holstein, an dem authentisch an das schlimmste Kapitel der deutschen Geschichte - den Holocaust – erinnert werden kann. In den 90er Jahren wurde die ehemalige „Flachröste“ Dank des ehrenamtlichen Engagements der „Gruppe 33“ ein Ort des lebendigen Gedenkens, an den der Verein auch immer wieder mit viel Idealismus und außergewöhnlichem Engagement letzte Überlebende und deren Angehörigen als Zeitzeugen und für Vorträge holte. Insofern hoffe ich auch auf die finanzielle Unterstützung der Gemeinde, des Kreises Ostholstein und des Landes Schleswig-Holstein in Anerkennung dieses herausragenden Engagements.

 

Im Februar 2010 habe ich für ein Interview für Ostholstein TV auf dem "Blauen Klappstuhl" in der Gedenkstätte Ahrensbök Platz genommen.
 

Homepage Bettina Hagedorn

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