1,25 Mio. Euro für drei Denkmalschutzprojekte in Ostholstein - 800.000 Euro für das Amtsgericht Bad Schwartau

Veröffentlicht am 06.05.2020 in Pressemitteilungen

06.05.2020


Beim Besuch des Amtsgerichts Bad Schwartau am 02.12.2019 zusammen mit dem SPD-Chefhaushälter Johannes Kahrs
(Foto: Büro Hagedorn)

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 06. Mai 2020 Fördermittel in Höhe von bundesweit 50 Mio. Euro aus dem Bundeshaushalt 2020 für insgesamt 251 nationale Denkmalschutzprojekte beschlossen: Ostholstein profitiert wieder massiv mit allein 1,25 Mio. Euro für drei Projekte, während insgesamt 3,8 Mio. Euro für landesweit 16 Projekte nach Schleswig-Holstein fließen, die mit 50 Prozent der Sanierungskosten jeweils bezuschusst werden. Das alte Amtsgericht in Bad Schwartau erhält den größten Zuschuss aus Berlin mit 800.000 Euro, das alte Pastorat in Gnissau (Gemeinde Ahrensbök) wird mit 300.000 Euro und das Schloss Eutin mit einer dritten Tranche von 150.000 Euro gefördert. Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete für Ostholstein und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, freut sich:

„2008 hat der Haushaltsausschuss in Berlin das 1. Denkmalschutzsonderprogramm begründet und fördert seitdem zum 9. Mal die Sanierung bedeutender, nationaler Denkmalschutzprojekte bis zur Hälfte der Gesamtkosten. Ich bin sehr froh, dass auch in diesem Jahr mit 1,25 Mio. Euro ein überdurchschnittlich hoher Anteil nach Ostholstein fließen wird. Als ich am 02. Dezember 2019 mit meinem langjährigen SPD-Fraktionskollegen und „Chef-Haushälter“ Johannes Kahrs und meiner Landtagskollegin Sandra Redmann Bad Schwartau besuchte, stand die Besichtigung des alten Amtsgerichtes am Marktplatz von Bad Schwartau aus gutem Grund auf unserer ‚Wunschliste‘: im Januar 2020 ist dieses 1910 erbaute, wunderschöne Gebäude, das die Ortsmitte in Bad Schwartau prägt, offiziell in den Besitz der Stadt übergegangen und damit auch – nach 10 Jahren Leerstand – baulich in deren Verantwortung. Johannes Kahrs und ich haben uns sehr gefreut, dass nahezu alle Mitglieder der Stadtvertretung uns mit Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann und der Verwaltung bei unserem Rundgang durch das beeindruckende Gebäude begleiteten und so ihr gemeinsames Interesse an Erhalt und künftiger Nutzung dieses imposanten Bauwerkes zeigten. Klar wurde, dass keine Zeit zu verlieren ist, um im 1. Bauabschnitt dringend notwendige Sanierungsarbeiten an der Außenfassade – Sandsteinflächen sollen gereinigt, Risse beseitigt sowie Fenster und Türen saniert werden - zu beauftragen, wobei versucht werden soll, möglichst viele ´Originalelemente´ zu erhalten. Die Kostenkalkulation dafür lag schon im Dezember 2019 in Höhe von 1,6 Mio. Euro vor und wird nur der 1. Sanierungsabschnitt von mehreren sein. Umso glücklicher bin ich, dass mit dem heutigen Beschluss in Berlin davon 800.000 Euro aus dem Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes 2020 nach Bad Schwartau fließen. Nach dem Kauf des alten Amtsgerichts 2019 vom Land Schleswig-Holstein durch die Stadt für insgesamt 630.000 Euro ist diese Bundesförderung der erste wichtige Schritt, das seit 1980 unter Denkmalschutz stehende Gebäude in ´neuem Glanz erstrahlen zu lassen´. Nun wird die Stadtvertretung zusammen mit der Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger einbinden und gemeinsam ein Nutzungskonzept erarbeiten, damit das großartige Gebäude im Herzen Bad Schwartaus Einwohnern aller Generationen als Ort der Begegnung dienen kann. Herzlichen Glückwunsch nach Bad Schwartau!“


Amtsgericht Bad Schwartau
(Foto: privat)

Hintergrund: Bis zur Justizreform 2009 wurde das Gebäude für gerichtliche Zwecke genutzt, dann geschlossen und 10 Jahre lang lediglich als Aktenlager für die Justizbehörden verwendet. 2019 erwarb die Stadt Bad Schwartau das Gebäude nach langwierigen Verhandlungen mit dem Land Schleswig-Holstein. Der Kaufpreis von 630.000 Euro konnte als Projekt der Städtebauförderung mit jeweils 210.000 Euro Förderung sowohl vom Bund wie auch vom Land unterstützt werden. Ein fertiges Nutzungskonzept für das Gebäude gibt es noch nicht, wird aber mit Sicherheit das Zentrum Bad Schwartaus bereichern.

Das Eutiner Schloss erhält bereits zum 3. Mal einen Bundeszuschuss in Höhe von 150.000 Euro, nachdem 2013 und 2018 bereits insgesamt 700.000 Euro Förderung vom Haushaltsausschuss bewilligt worden waren. Hagedorn: „Ich bin glücklich, dass die Sanierung des Schlosses Eutin erneut mit weiteren 150.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert wird, nachdem der Haushaltsausschuss für den Eutiner Schlossgarten im Jahr 2013 bereits 300.000 Euro und 2018 400.000 Euro Förderung für die Sanierung der Fenster bewilligt hatte. Nun können unter der Leitung von Geschäftsführerin Brigitta Herrmann die weiteren dringend notwendigen Sanierungsarbeiten zur Beseitigung von Setzrissen im Bereich der Schlosskapelle mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 310.000 Euro weitergehen. Bei meinem gemeinsamen Besuch im Eutiner Schloss am 24. Oktober 2018 mit Petra Merkel – ehemalige Vorsitzende des Haushaltsauschusses des Deutschen Bundestages – haben uns der ehemalige zuständige Architekt Torsten Ewers sowie der damalige Landesdenkmalpfleger Dr. Michael Paarmann und Brigitta Herrmann ausführlich über die Schäden am Schloss und über den Sanierungsaufwand informiert. Von der liebevollen Instandsetzung des Schlosses konnte ich mich in der Vergangenheit bei zahlreichen Besuchen immer wieder überzeugen.“

 


Mit der Geschäftsführerin des Schloss Eutin Brigitta Herrmann
(Foto: privat)

Der Haushaltsausschuss hatte in seinen Beratungen zum Bundeshaushalt das 9. Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, das von der Kulturministerin Monika Grütters mit 6 Mio. Euro ausgestattet war – mit 50 Mio. Euro „on Top“ bewilligt. Hiervon profitiert auch das alte Pastorat in Gnissau in der Gemeinde Ahrensbök: „Ich bin sehr froh, dass 300.000 Euro Bundeszuschuss für das 1883 eingeweihte Pastorat in Gnissau beschlossen worden sind, das das damals vor 200 Jahren abgebrannte ‚alte‘ Pastorat ersetzt hat. Dringend erforderlich ist die umfangreiche Bekämpfung von Feuchtigkeit in den Kellerräumen sowie die Sanierung von Wärmedämmung und Elektrik (Gesamtkosten gut 640.000 Euro). Ich freue mich nun riesig mit der gesamten Gemeinde über die positiven Nachrichten aus Berlin! Der Einsatz der Bürgerinnen und Bürger für das alte Pastorat hat sich gelohnt.“

Hintergrund: Insgesamt fließen aus dem 9. Denkmalschutzsonderprogramm 3,8 Mio. Euro für landesweit 16 Projekte nach Schleswig-Holstein: u.a. gehen 220.000 Euro an die Marienkirche in Bad Segeberg, 200.000 Euro an die St. Marien Kirche in Kirchnüchel sowie 400.000 Euro an die St.-Katharinen Kirche in Kirchbarkau (beides Kreis Plön). 370.000 Euro wurden bewilligt für die St.-Georg-Kirche in Ratzeburg, 250.000 Euro für die St.-Laurentius-Kirche in Kosel (Kreis Rendsburg-Eckernförde), 346.000 Euro für die Kirche in Uetersen, 180.000 Euro für die St.-Jacobi-Kirche in Neuenkirchen (Kreis Dithmarschen) und 64.400 Euro für die Synagoge Waitzstraße in Kiel. Der Kreis Steinburg profitiert gleich dreimal: 300.000 Euro bekommt das Gut Krummendiek, 100.000 Euro der „Hof Looft“ in Herzhorn und weitere 100.000 Euro der Wasserturm in Krempe (2. Tranche). 16.000 Euro gehen an die Orgel der Kirche St.-Olaf in Breklum in Nordfriesland und 12.000 Euro an die St.-Marien-Kirche in Rabenkirchen (Schleswig-Flensburg).

 

Homepage Bettina Hagedorn

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